„Räumungsverfahren in Frankfurt – Forschungsergebnisse und Perspektiven“ Vortrag und Austausch

Mietschulden, Kündigungen und Räumungen stellen für viele Frankfurter Mieter*innen eine wachsende Belastung dar. Immer häufiger droht der Verlust der eigenen Wohnung – mit gravierenden sozialen Folgen. 

Im Rahmen ihres aktuellen Forschungsprojekts untersucht Dr. Sarah Klosterkamp (Institut für Humangeographie, Goethe-Universität Frankfurt) Zwangsräumungen und Entmietungsprozesse in deutschen Großstädten und ihre rechtlichen und institutionellen Dynamiken. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf ethnographischen Beobachtungen an Amtsgerichten, unter anderem in Frankfurt – hier wurden mehr als 134 Verfahren ausgewertet. Diese Einblicke geben ein differenziertes Bild darüber, wie rechtliche Verfahren, Verwaltungspraktiken und ökonomische Verwertungsinteressen im Kontext von Verdrängungsprozessen ineinandergreifen. 

Dr. Klosterkamp wird am 3.12. zentrale Ergebnisse vorstellen und gemeinsam mit Vertreter*innen von Mieter helfen Mietern Frankfurt e.V. und Eine Stadt für Alle! diskutieren, wie lokale Unterstützungs- und Präventionsstrukturen gestärkt werden können. Vorgestellt wird dabei auch die neu entwickelte Broschüre „Drohender Wohnungsverlust in Frankfurt?“, die Betroffenen und Unterstützungsstrukturen einen verständlichen Überblick über Abläufe, Rechte und Hilfsangebote bietet. 

Die Veranstaltung wird organisiert von Dr. Sarah Klosterkamp, Mieter helfen Mietern Frankfurt e.V. und der Initiative „Eine Stadt für Alle!“.

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